Von Angst und Selbstzweifel zu Selbstvertrauen und Selbstliebe: Die Neurofeedback-Transformation einer Jugendlichen
- Catalina Sparleanu
- 29. März
- 5 Min. Lesezeit

Der Klassenraum wurde still, als die Schülerinnen und Schüler sich über ihre Prüfungsblätter beugten. Für die meisten war es ein ganz gewöhnlicher Prüfungstag – für Maria jedoch fühlte es sich an, als würden die Wände auf sie zukommen. Ihr Herz raste, ihre Hände zitterten, und die Zahlen auf dem Blatt verschwammen vor ihren Augen. Eine weitere Panikattacke kündigte sich an – und mit ihr die vertraute Stimme in ihrem Kopf: «Du bist dumm. Das schaffst du nicht.»
Zu Hause setzte sich das Muster fort. Das Knallen von Türen hallte durch das Haus, wenn Maria sich in das zurückzog, was ihre Mutter ihre «eigene Welt» nannte. Hausaufgabenstunden endeten in Tränen der Frustration, und Familienessen wurden zur Übung im Schweigen. Mit fünfzehn Jahren kämpfte Maria nicht nur in der Schule – sie verlor sich selbst.
Die Herausforderung
«Ich sehe sie direkt vor mir stehen, und doch habe ich das Gefühl, sie nicht erreichen zu können – egal was ich tue oder sage», erzählte ihre Mutter während unseres ersten Gesprächs.
«Sie scheint in ihrer eigenen Welt verloren zu sein, ohne wahrzunehmen, was um sie herum geschieht. Als wäre sie hinter einem Nebel gefangen.»
Maria begann Aufgaben mit Entschlossenheit – nur um festzustellen, dass ihre Gedanken bereits Minuten später abschweiften. Einfache Fragen blieben unbeantwortet, während ihre Aufmerksamkeit davondriftete. Wenn der Druck zu gross wurde, folgten explosive Ausbrüche und zugeschlagene Türen – ein Kreislauf, der Maria und ihre Familie gleichermassen erschöpfte und hoffnungslos zurückliess.
Das Neurofeedback-Assessment bei Angst und Dysregulation
Als Maria im August 2024 erstmals zu ihrer Gehirnkartierungs-Sitzung erschien, erzählte das qEEG eine Geschichte, die genau zu ihren Schwierigkeiten passte. Ihr Gehirn produzierte in wichtigen Bereichen übermässig viele Alphawellen – wie ein Auto, das im Leerlauf zu hoch dreht, obwohl es in den Gang geschaltet werden müsste. Es war, als würde sich ihr Gehirn mit einem Schutzpolster umgeben, um nichts fühlen oder erleben zu müssen. In unseren Gesprächen erfuhr ich von einer Geschichte des Mobbings, die tiefe, unverarbeitete Wunden hinterlassen hatte. Dieses Muster erklärte, warum sie sich bei Aufgaben, die Konzentration erforderten, so abgekoppelt fühlte.

Neben der übermässigen Alphaaktivität zeigte Marias qEEG auch eine erhöhte High-Beta-Aktivität – ein Hinweis auf ausgeprägte Angst, Stress und emotionale Dysregulation. Ihr Gehirn steckte in einem Zustand permanenter Überaktivierung, was es ihr erschwerte, unter Druck ruhig und fokussiert zu bleiben. Diese Muster erklärten, warum es ihr so schwerfiel, zwischen Aufgaben zu wechseln, Emotionen zu regulieren und im gegenwärtigen Moment präsent zu bleiben.
«Ihr Gehirn ist wie ein Orchester», erklärte ich Maria und ihrer Mutter. «Im Moment spielen einige Instrumente viel zu laut, während andere kaum zu hören sind. Mit Neurofeedback können wir dem Orchester helfen, seine Harmonie wiederzufinden.»
Auf dem Weg zur Veränderung
Es folgte eine viermonatige Reise aus Neurofeedback und mentalem Training, um Angst zu reduzieren und zu kontrollieren. Ein- bis zweimal pro Woche setzte sich Maria hin, um mit ihrem Gehirn zu «spielen». Mithilfe speziell entwickelter Programme, die wie Videospiele aussahen, lernte sie, ihre Gehirnmuster zu regulieren. Es war nicht immer einfach – es gab Tage voller Frustration und Zweifel. Doch langsam begann sich etwas zu verändern.
Während sich ihre Gehirnmuster verschoben, arbeiteten wir daran, ihr Selbstvertrauen aufzubauen. Sie lernte, sich selbstbewusst auszudrücken und ihre Bedürfnisse auf respektvolle und rücksichtsvolle Weise zu kommunizieren. Sie begann, erste Anzeichen von Überwältigung und Angst wahrzunehmen, bevor sie sich zu Panik steigern konnten.
In unseren Sitzungen entdeckte Maria, wie sie Atemübungen als ihr persönliches «mentales Bremspedal» einsetzen konnte – um ihren rasenden Geist zu verlangsamen, wenn Aufgaben zu viel wurden. Vor allem aber begann sie zu verstehen, dass ihr Wert nicht an perfekte Noten oder die Anerkennung anderer geknüpft ist – und lernte, sich für das zu schätzen, was sie ist, nicht nur für das, was sie leistet.
Die Ergebnisse: Was Neurofeedback bei Jugendlichen bewirken kann
Im Januar 2025 war die Veränderung sichtbar. Die neuen Gehirnkarten zeigten, was Maria bereits spürte – ihr Gehirn begann, seinen Rhythmus zu finden. Die übermässigen Alphawellen nahmen ab, und in allen wichtigen Bereichen begannen ausgewogene Muster zu entstehen.

Doch die eigentliche Geschichte lag nicht in den technischen Details – sie lag in Marias Lächeln, als sie voller Stolz von ihren schulischen Leistungen und ihren Zukunftsplänen sprach. Ihre Noten verbesserten sich, und sie erzählte, wie Lernen leichter und schneller geworden war. Nicht länger im Nebel verloren oder von Angst überwältigt, sprach sie voller Vorfreude vom kommenden Schuljahr und blickte neuen Herausforderungen mit Zuversicht entgegen.
Initial score | Score after 24 neurofeedback sessions |
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*Der Cognition-Score ist ein zusammengesetzter Messwert, der wichtige Aspekte der kognitiven Leistungsfähigkeit zusammenfasst – wie Genauigkeit (z. B. Kommissions- und Omissionsfehler in CPT-Tests), Reaktionszeit, Konzentration und sensorische Leistung. Er bietet einen Gesamtüberblick über die mentale Funktionsfähigkeit, wobei höhere Werte auf eine bessere kognitive Effizienz und weniger Fehler hinweisen.
Ihre Mutter teilte mit grosser Erleichterung Geschichten von ruhigen Familienessen und echten Gesprächen: «Sie ist nicht einfach nur anwesend», sagte ihre Mutter. «Wir können jetzt wirklich miteinander reden.»
Das Leben nach Neurofeedback und mentalem Training

Heute betritt Maria ihr Klassenzimmer mit Selbstvertrauen. Die Panikattacken während Prüfungen sind zu einer fernen Erinnerung geworden. Zu Hause haben offene Gespräche die zugeschlagenen Türen ersetzt. Doch die vielleicht tiefgreifendste Veränderung liegt darin, wie Maria sich selbst sieht.
«Ich dachte immer, mein Gehirn wäre kaputt», sagte sie mir in unserer letzten Sitzung. «Jetzt liebe ich mein Gehirn. Ich weiss, was es kann – und ich habe keine Angst mehr.»
Neurofeedback hilft, Angst zu reduzieren – kann es auch dir helfen?
Marias Geschichte kommt Ihnen vielleicht bekannt vor. Vielleicht erkennen Sie sich selbst oder jemanden, den Sie lieben, in ihren Schwierigkeiten wieder. Der Nebel der Ablenkung, das Gewicht der Angst, die Frustration über Potenzial, das hinter unsichtbaren Barrieren feststeckt – das sind Herausforderungen, mit denen viele Menschen konfrontiert sind. Doch sie müssen nicht dauerhaft sein.
Ihr Gehirn besitzt, genau wie Marias, eine bemerkenswerte Fähigkeit zur Veränderung. Mit Neurofeedback können wir ihm helfen, seinen optimalen Rhythmus zu finden – und so verwandeln:
Überwältigende Angst in ruhiges Selbstvertrauen
Zerstreute Aufmerksamkeit in klare Konzentration
Emotionale Stürme in ausgeglichene Reaktionen
Selbstzweifel in Selbstachtung
Marias Reise begann mit einer einzigen Entscheidung – der Entscheidung, etwas Neues auszuprobieren. Ihre Reise kann heute beginnen. Kontaktieren Sie uns für ein Beratungsgespräch und eine Gehirnkartierungs-Sitzung, und lassen Sie uns gemeinsam erkunden, wie Neurofeedback Ihnen helfen kann, Ihre eigene Transformationsgeschichte zu schreiben.
Denn jeder Mensch verdient es, sagen zu können: «Ich liebe mein Gehirn».
* Namen und persönliche Angaben wurden zum Schutz der Privatsphäre geändert. Die Klientin hat der Veröffentlichung dieser Daten zugestimmt.




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